Die lieben Nachbarn

Der Ärger begann mit den neuen Nachbarn. Ok, meine Frau trägt auch ein bisschen Schuld an der ganzen Misere. Aber es ist immerhin meine Frau und da muss ich Stellung beziehen. Also schieb ich die (Haupt)Schuld den neuen Nachbarn zu. Genauer gesagt dem Mann, Fabian heißt er. Seinen Namen kannte ich schon, bevor das Namensschild des Pärchens angebracht wurde dank meiner Frau Vivien.

Wutschnaubend stand sie eines Tages im Gang, knallte die Tür zu und verbrachte die kommenden Momente damit einfach nur dazustehen und…naja, zu schnauben eben. Sie sah stinksauer und zugleich ratlos aus, so als ob sie nicht wüsste wie sie ihre Wut zu kanalisieren habe. Lieb wie ich bin beschloss ich schweren Herzens, den Blitzableiter zu spielen und fragte pflichtbewusst: Was hast du denn? Dankbar nahm sie den Ball an und legte los. Sie pfefferte mir ihre Tasche an die Brust, schubste mich beiseite und stampfte in die Küche, um sich hinzusetzen. Dabei ließ sie eine lange Schimpftirade ab, die mir zwei Dinge verriet: 1) Es würde heute abend bestimmt keinen Sex geben und 2) Fabian hatte es gewagt, mit seiner Frau in die Wohnung nebenan einzuziehen.

Fabian, müssen sie wissen, ist ein Exfreund meiner Frau. Naja, eher DER Exfreund. In den 10 Jahren die ich jetzt mit meiner Frau zusammen bin habe ich nie so viele ungewollte Details über einen Exfreund erfahren wie über Fabian. Ich bin nach meiner Frau sozusagen der zweitbeste Experte im Miese-Dinge-Über-Fabian-Sagen- Können. Und als zweitbester Experte kam ich nach langer Überlegung zu dem Schluss, dass Fabian im Prinzip nur einen großen Fehler gemacht hatte. ER hatte es gewagt, mit IHR Schluss zu machen. Keiner hatte das vor oder nach ihm je gewagt. In der Welt meiner Frau sind Leute schon für weniger ans Kreuz genagelt worden.

Eigentlich sollte ich eifersüchtig sein, dass sie immer noch so viel Abscheu für den Typen empfindet. Liebe und Hass liegen bekanntlich nah beieinander. Aber erstens schienen er und Leah (seine Frau) einen netten Eindruck zu machen und zweitens hatte die Beziehung in der vierten Klasse stattgefunden, nur 5 Tage gehalten und war aufgrund eines Streits über eine David Hasselhoff-Kassette auseinandergebrochen. Sie verstehen sicher, warum ich das Gezeter meiner Viv nie wirklich ernst genommen habe. Fabian nachdem er sich endlich erinnert hatte wer meine Frau war bemühte sich auch redlich um gute Nachbarschaft, aber genausogut hätte er als Krümelmonster verkleidet zu einer SM-Party gehen können um Frauen aufzureißen. Es war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Irgendwann stellte meine Frau das Gezeter ein und wechselte zum Programm Verächtlich Ignorieren und es schien, als ob ich endlich wieder Ruhe (und Sex) hätte. Doch dann hatten sich Fabian und Leah eingelebt…

Mitten in der Nacht weckte mich ein Geräusch und ich konnte nicht sagen woher es kam. Es war ein rhythmisches Klopfen vermischt mit etwas anderem. Der Rhythmus wurde schneller und das Andere stellte sich als Stöhnen heraus. Als weibliches, sehr, sehr anregendes Stöhnen, das irgendwann auch meine Frau weckte. Zusammen erlebten wir, wie Fabian und Leah offiziell ihr Schlafzimmer einweihten und ich bin mir ziemlich sicher, dass meine bessere Hälfte nicht so viel Spaß daran hatte wie ich. Eine gute halbe Stunde gaben Fabian und Leah mit Hingabe ihr Bestes. Es wurde angefeuert, herausgezögert, gefordert, gestöhnt, geschrien, gelechzt kurz, die beiden vögelten wie die Weltmeister. Und wir hatten Karten für die erste Reihe. Als die beiden fertig waren war ich spitz und meine Frau kochte vor Wut.

Am folgenden Abend kam ich nach einem Geschäftessen spät nach Hause. Viv schien schon zu schlafen und so kroch ich nach der Dusche vorsichtig ins Bett um sie nicht zu wecken. Umso überraschter war ich als sie das Nachtlicht anmachte um mich zur Begrüßung küsste. Sie duftete phantastisch und trug ein Nichts aus Seide, dass nicht viel der Fantasie übrig ließ (Aber wer braucht schon Fantasie wenn sich ihm eine halbnackte Frau um den Hals wirft?). Mir war sofort klar, was hier lief: Rache an Fabian. Rache für die schlaflose Nacht zuvor und wahrscheinlich auch noch Rache für die Trennung in der vierten Klasse. Meine Frau war der Scharfrichter und ich nicht mehr als ihr Werkzeug. Ich beschloss trotzdem mitzuspielen, denn hey, ich bekam Sex ohne darum betteln zu müssen!

Sie unterbrach den Kuss, schaute mich mit einem schelmischen Lächeln an und warf mich mit einem Schubser auf den Rücken. Ihr langes Haar streichelte meinen Körper während sie mit ihrer Zunge über meinen Oberkörper leckte und dabei stückweise weiter runter rutschte. Meine Hände streichelten über ihren Rücken und je tiefer sie ging, desto unruhiger wurde ich. Meine Schwanz war schon stocksteif und streifte an ihrem Körper entlang, ungeduldig und erwartungsfroh zuckte er ihr entgegen. Dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, spüre ich wie sich ihre weichen Lippen über meine Eichel stülpen, muss unwillkührlich aufstöhnen. Meine Hände krallen sich in die Bettdecke als sie zärtlich zu saugen beginnt, während ihre Hände sanft an meinen Hoden spielen. Ohne die Augen von mir abzuwenden nimmt sie meinen Stab jedes Mal ein wenig tiefer in den Mund, ab und zu lässt sie ihn tief in ihrem Rachen während sie ihre Zunge mit festen Strichen an meinem Schaft entlang gleitet. Dann passiert etwas was ich nicht erwartet hätte: Sie beginnt zu stöhnen.

Die Vibration ihrer Stimme zusammen mit ihrer Zunge ist eine Kombination mit der ich nicht gerechnet habe. Das Gefühl ist unbeschreiblich, Schall und Zunge umspielen gleichzeitig meinen Schwanz. Ein genauer Blick verrät mir warum sie stöhnt; sie hat eine Hand zwischen den Beinen und streichelt sich selbst. Der Anblick gibt mir den Rest, ich will mehr und ich will es sofort. Also packe ich sie und ziehe sie so zu mir nach oben, dass sie am Ende über meinem Gesicht hockt. Meine Hände liebkosen ihre festen Arschbacken und ich schicke meine Zunge auf Erkundungstour. Mit leichten Strichen fahre ich von unten nach oben. Am Kitzler angekommen, lasse ich sie leicht über darüber flattern und registriere zufrieden wie Viv ungewollt mit ihrem Becken zuckt. Ihre … ist bereits sehr nass und schmeckt fantastisch ein leicht salziger Geschmack, von dem ich nie genug bekommen kann. Ich drücke meine Zunge fester in sie hinein, erkunde ihr Inneres. Eine Hand massiert immer noch ihren Hintern während meine andere Hand an ihren Brustwarzen spielt. Vivs Stöhnen wird immer lauter. Jedesmal wenn ich einen guten Punkt treffe entweicht ihr ein Jaaa! und von mal zu mal presst sie ihre Hüften fester gegen mich, so dass ich manchmal keine Luft mehr bekomme.

Ich kann mich nicht mehr halten. Mit festen Griff packe ich meine Frau und ringe sie auf den Rücken. Dann lass uns mal schaun was unsere Nachbarn zu dieser Show sagen, flüstere ich ihr grinsend zu. Sie grinst zurück, packt mit ihren Händen meine Hüften wie um mich schneller in sich aufzunehmen und meint frech Gib dein Bestes!. Und das tue ich. Wie ein wildes Tier falle ich über sie her, nehme sie hart und kompromisslos. Sie kommt schnell, laut und heftig aber verschnaufen ist nicht. Den Rest der Nacht habe ich nur als eine verschwommene Mischung aus … blasen, lecken und viel, viel Schreien in Erinnerung. Ich komme drei Mal (Normalerweise passiert das nur an meinen Geburtstagen.), bei Viv habe ich beim fünften Mal aufgehört zu zählen. Mein letzter Gedanke vor dem Einschlafen ist Hah, nimm DAS Fabian! (Ok, eigentlich dachte ich Scheiße, mein Schwanz ist wund! aber der erste Satz klingt cooler.)

Am nächsten Morgen hatte ich Muskelkater und meine Frau eine heisere Stimme. Aber ansonsten war sie glänzender Stimmung und sang vor sich her (es klang ein wenig wie Janis Joplin) während sie sich für die Arbeit bereit machte. Die Ehre war wieder hergestellt, der Feind in seine Schranken verwiesen dachten wir. In der kommenden Nacht stellte ich fest, dass zumindest ein Vorurteil Fabian gegenüber wahr zu sein schien: Er war ein schlechter Verlierer. Das Gestöhne und Gejaule das uns mitten in der Nacht weckte war noch lauter als zuvor und dauerte auch länger. Die beiden hatten Spaß und das ließ man uns wissen. Natürlich konnte Viv das nicht auf sich sitzen lassen. In der nächsten Nacht musste ich wieder ran und zwar mit vollem Einsatz. Am Ende hatte ich das Gefühl das Kamasutra durchgearbeitet zu haben und in meinen Ohren klingelte es von Vivs Geschrei. Fabian toppte das Ganze indem er im Hintergrund eine Art Kuschelrock/Sex-Soundtrack laufen ließ. So ging es hin und her, jeden Abend versuchte Ein Pärchen die Performance des anderen Pärchens zu übertrumpfen. Einmal als ich beruflich unterwegs ließ meine Frau einen Porno auf voller Lautstärke laufen und schlief trotzig mit Oropax ein. Keine Seite schien klein beigeben zu wollen. Es war wie im Kalten Krieg und wir waren die Supersexmächte beim Wettpoppen.

Zuerst fand ich das alles ja ganz witzig (so viel abwechslungsreichen Sex hatte ich schon seit Jahren nicht mehr gehabt), aber nach und nach wurde es einfach lächerlich. Schlaf war selten. Entweder unsere Nachbarn hielten uns wach oder ich musste wieder zu Höchstform auflaufen. Ich hoffte ja, dass ich mich an die Geräuschkulisse gewöhnen wurde (wie in aller Welt machen das Leute die in einer Einflugschneise wohnen?!) aber eines musste man Fabian lassen: Er schien nie Routine aufkommen zu lassen. Einmal schlief ich während Vivs (wie immer genialem!) Blowjob ein und nur durch meinen hastigen Einwand, dass dann ja niemand Fabian zeigen könnte wo der Hammer hängt, wurde Schlimmeres verhindert.

Wochen gingen ins Land und eines Tages lief ich Fabians Verlobter Leah auf der Straße über den Weg. Sie sah genauso müde und fertig aus wie ich mich fühlte. Mir war sofort klar: Hier stand eine Leidensgenossin vor mir. Wir krächzend uns ein wissendes Hey! zu, gepaart mit entschuldigenden Blicken. Bei einer Tasse Kaffee erzählten wir uns dann gegenseitig unsere Leidensgeschichte und tauschten Tipps aus. Leah erklärte mir, wie man Besten einen Orgasmus vortäuschen konnte und ich gab im Gegenzug Tipps wie man tagsüber am Besten seine wunden Körperteile kühlen konnte. Unterbrochen wurde unsere Berichte von gegenseitigen Gähn- und Lachattacken. Aus dem Kaffee wurde eine Flasche Wein, dann eine weitere bis es draußen dunkel wurde. Uns beiden war klar, dass wir nicht mehr einfach so nach Hause gehen konnten. Stattdessen kamen wir zu dem Schluss, dass ein Hotel jetzt eine Spitzenidee wäre. Tja, und da sind wir nun. Im Doppelzimmer des Kronenhofs nicht weit von unserem Haus. Die Zimmer sind garantiert schalldicht und wir können uns endlich das holen, was uns schon lange gefehlt hat: Ein Mütze Schlaf und viel Eis zum Kühlen.

~ von frostdrache am Juli 13, 2009.

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